Warum wir schnarchen und was sich dagegen tun lässt

 

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Jeder Mensch schnarcht. Der eine mehr, der andere weniger. Bei einigen Leuten entwickeln sich des Nachts Lautstärken, die jedem Baulärm alle Ehre machen würden, andere hingegen schniefen nur ein bißchen oder geben einzelne Stöße ab. Auch ist die Mehrheit der Menschen kaum vom dauerhaften Schnarchen betroffen, sondern erleidet in der Regel nur Schnarchattacken, die bald shcon wieder vorüber gehen. Mancher Schnarcher jedoch stellt dies eben nicht wieder ein und die Ausnahme wird zur Regel. Nicht selten bemerken die Schnarcher gar nichts davon und schlafen munter weiter, während sich ihre Partner im Bett am liebsten die Ohren verschweißen würden. Es gibt dann manchmal Streit, Diskussionen und meistens gibt der Partner nach – was soll er schon machen? Es öffentlich, das heißt beim Arzt zu thematisieren, bedeutet für viele eine Demütigung und manchen erscheint das Ehebett bis heute noch so privat, dass man lieber stumm leidet als etwas zu verändern. Ähnlich wie bei Potenzproblemen versucht man drüber hinwegzusehen und ignoriert dabei die sich vielleicht schon entwickelnden gesundheitlichen Schwierigkeiten. Denn Schnarchen ist weder lustig noch zu vernachlässigen, vielmehr ist es heutzutage bewiesen, dass Schnarchen allerlei Krankheiten verursachen kann. Man hat das auch in solch genialen Einrichtungen wie dem Schlaflabor herausgefunden, in dem dort den Betroffenen ständig Blut abgenommen wurde und ihre Körperfunktionen permanent überwacht wurden. Es lässt sich sagen: Schnarchen schadet auf Dauer massiv der Gesundheit! Es stellt strenggenommen eine Einschränkung der Atmung dar und es kann auch den Alltag zur Hölle machen – natürlich völlig unbewußt und auch nicht erklärbar! Denn wer schnarcht, weiß meist nichts davon, es sei denn der Partner weist ihn aus den genannten Gründen darauf hin. Schwäche und Konzentrationsstörungen werden abgetan und ignoriert, doch sie beeinträchtigen den Allgemeinzustand beträchtlich. Denn jeder weiß doch um die regenerativen und erholsamen Funktionen der gesunden Nachtruhe. Diese darf weder von Außen noch von Innen, das heißt: Vom eigenen Organismus, gestört werden. Scham ist an dieser Stelle nicht angebracht und der Gang zum Arzt, der sich garantiert verständnisvoll dem Schnarchen annehmen wird, ist nötig und wichtig. Hier ein paar genauere Informationen zum Problem.

 

Das Schnarchen als Problem

Wenn man sich nun fragt, was das Schnarchen genau sein soll, kann man entweder im Internet, Im Brockhaus oder in Fachzeitschriften nachsehen und wird immer eine etwa gleichlautende Erklärung finden: Durch eine gestörte Nasenatmung beginnt das im Gaumen sich befindliche Segel zu flattern und zu rattern, die daraus resultierenden Geräusche ähneln dem Segel auf Schiffen zur See! Verantwortlich dafür ist die mangelnde Spannung im Kiefer, auch im Rachen und Gaumen, was wiederum auf allerlei Ursachen zurückzuführen ist. Wir können hier nicht alles aufzählen und werden uns auf die wichtigsten Faktoren beschränken.

Wer zum Beispiel eine gekrümmte Nasenscheidewand hat, der schnarcht mit ziemlicher Sicherheit. Diese kann auch erworben sein, bei Unfällen zum Beispiel, durch Drogenkonsum oder durch Schlägereien. Da helfen kaum Hausmittel, sondern nur eine operative Begradigung. Allerdings braucht sich davor niemand zu fürchten, denn der Eingriff ist im Grunde genommen Routine und schnell erledigt.

Anders sieht es zum beispiel bei schweren und vor allem dauerhaften Erkrankungen der Atemwege aus. Asthma oder COPD sind an dieser Stelle zu nennen und dabei kann zumeist nur die Gabe von Medikamenten helfen, die nächtlichen Atemaussetzer zu bekämpfen. Aber in der Regel werden die Betroffenen sowieso schon eingängig behandelt, dass auch das Schnarchen mehr oder weniger Beachtung durch die Mediziner erfährt. Liegt demgegenüber eine Allergie vor, kann die Nase ebenso verstopfen und die Erkrankten erleiden neben dem Schnarchen viele andere belastende Symptome.

Sehr häufig ist das Schnarchen zudem auf Rauchen und das Einatmen ungesunder Dämpfe zurückzuführen. Es gibt Leute, die schlafen ständig mit Räucherkerzen, worunter die Schleimhäute natürlich leiden und immer mehr austrocknen. Wer viel raucht, kann das gleiche an sich beobachten. Die Atmung findet dann ihre Wege eben über den Mund und nur eingeschränkt durch die Nase, die Folge kann heftiges Schnarchen sein! Und auch der Alkohol ist erwiesenermaßen ein Atemkiller, denn er verschiebt gerade nächtens die Präferenzen unseres Organismus auf ungesunde Weise. Finger weg von Schlummertrunks und dergleichen! Die Behauptungen, das wäre gesundem Schlaf zuträglich, sind Unsinn und wer immer noch daran glaubt, richtet viel mehr Schaden an als Nutzen.

Was helfen kann

Aus all den zur Verfügung stehenden Methoden und Verfahrung zur Bekämpfung des Schnarchens wählt der behandelnde Mediziner die am besten geeignetste aus. Dafür ist natürlich eine entsprechende Diagnose nötig, die freilich schnell erstellt werden kann. Es gibt auch speziell ausgebildete Schlafmediziner, die sich dem Problem noch genauer annehmen können.

Am Anfang empfiehlt der Arzt vor allem eine Verbesserung des Lebenswandels. Wer viel raucht und trinkt, dem wird eine Reduzierung gut zu Gesicht stehen, da sich dann Atmung und Organismus erholen können. Schon nach kurzer Zeit verbessert sich die Kondition und die nächtlichen Attacken nehmen ziemlich sicher ab. Übergewicht gilt es radikal zu reduzieren, dann dann sieht man nicht nur besser aus, sondern entlastet den Körper auch ungemein. Fettsucht ist ein großes Problem und sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Schnarchen ist darauf sehr oft zurückzuführen und wer immer noch verniedlichend meint, Dicke seien gemütlich, der ist einfach nur ein Zyniker sondergleichen. Ist die Ursache des Schnarchens ein Erschlaffen und Zurückfallens des Unterkiefers so kann eine Schnarchspange hilfreich sein. Schnarchspange sind Kieferschienen, auch Protrusionsschiene genannt, welche den Unterkiefer in Position halten, so dass die Atemwege im Rachen frei bleiben. So wird Schnarchen häufig erfolgreich verhindert.

Helfen diese Maßnahmen nicht, muss manchmal operiert werden. In Amerika greifen die Ärzte viel häufiger zum Messer als in Europa und Deutschland und sie haben dort auch jede Menge Verfahren auf Lager, die hier eher kritisch betrachtet werden. Da kommen Laser zum Einsatz, um zu veröden, den Rachen zu kürzen und zu verätzen, um das Segel zu entfernen oder um andere, zum Teil richtig gruselige Methoden anzuwenden. Oft muss das gar nicht sein, während eine Nasenscheidewand natürlich immer problemlos begradigt werden kann. Das ist Routine und kein Grund zur Sorge!

Wer hingegen unter schweren Aussetzern der Atmung leidet und bei dem dann die sogenannte Schlafapnoe diagnostiziert wird, der kann es mit einer Schnarchmaske probieren. Die sieht wirklich nicht toll aus, eher ein bißchen beängstigend, wirkt aber ganz hervorragend. Kaum ein Träger derselber, welcher sich nicht von der Maske begeistert zeigt und selbst die verständlicherweise skeptischen Angehörigen loben das praktische Instrument. Mittels eines ausgeklügelten Druckssystems wird die Atmung so genau reguliert wie das zum Beispiel der Herzschrittmacher für die Schläge der Pumpe durchführen kann. Ein sehr gutes Verfahren, das sich in sehr vielen Fällen ganz hervorragend bewährt hat und deshalb auch von vielen Ärzten empfohlen wird. Ein Test ist empfehlenswert und sollte unbedingt in Betracht gezogen werden.

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